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19.04.18 - 25 Jahre DRK Kreisverband Westerwald

Derzeit rund 12.000 Mitglieder – davon 490 aktive Rotkreuzler

Der Kreisverband Westerwald des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum basiert auf der Fusion des DRK Kreisverbandes Oberwesterwald mit dem DRK-Kreisverband Unterwesterwald. Die Vertragsunterzeichnung fand am 19. April 1993 statt und jährt sich nun zum 25. Mal. Für Vorstand und Geschäftsführung des Verbandes ist das Jubiläum ein guter Grund, einmal Bilanz zu ziehen, die vielfältigen Leistungen aufzuführen und allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön auszusprechen.

                                                           Rückblick

Der damalige Kreisverband Oberwesterwald bestand seinerzeit aus den Ortsvereinen Bad Marienberg, Hachenburg, Höhn, Meudt, Rennerod und Westerburg. Alle diese Ortsvereine bestehen auch heute noch. Das Büro war in der Eichwiese in Montabaur, dort ist seit der Gründung der DRK-Rettungsdienst GmbH deren Geschäftsstelle.

Der damalige Kreisverband Unterwesterwald bestand seinerzeit aus den Ortsvereinen Augst, Daubach, Haiderbach, Herschbach, Höhr-Grenzhausen, Hillscheid, Montabaur, Nentershausen, Ransbach-Baumbach, Selters, Siershahn und Wirges. Der Ortsverein Haiderbach hat sich inzwischen aufgelöst, die Haiderbachgemeinden wurden den Ortsvereinen Selters, Ransbach-Baumbach zugeschlagen. Die Ortsvereine Hillscheid, Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach haben sich inzwischen zum Ortsverein Kannenbäckerland zusammengeschlossen.

Sitz der Geschäftsstelle des DRK Oberwesterwald war Westerburg. Auch heute noch befindet sich die Geschäftsstelle des Kreisverbandes Westerwald ist Westerburg. Der Vorsitzende des KV-Oberwesterwald, Bernhard Nink, wurde Vorsitzender des KV-Westerwald, bis er im Jahre 2009 sein Amt an den derzeitigen Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert, abtrat.

                                               Vergleichszahlen

Interessant sind auch die Vergleichszahlen. Sie machen deutlich, wie sich die Vereinsarbeit von der Zeit nach der Fusion bis heute entwickelt hat. Zählte der DRK Kreisverband im Jahre 1994 noch rund 12.982Vereinsmitglieder, so sind derzeit 12.029 registriert. Aktive Rotkreuzhelfer waren es 1994 noch 598, derzeit sind es 490. Gesunken ist auch die Zahl der Jugendrotkreuzler. Wurden beim Nachwuchs im Jahr 1994 noch 201 Aktive gezählt, so sind jetzt noch 144 Mädchen und Jungen dabei. „Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer war in den letzten Jahren rückläufig, in der Folge mussten hauptamtliche Strukturen aufgebaut und erweitert werden“, erläutert Olaf Reineck.

Dass sich der DRK Kreisverband in den vergangenen Jahrzehnten mit seinen verschiedenen Einrichtungen und Dienstleistungen sehr positiv entwickelt hat, macht die Zahl der Mitarbeiter deutlich, die von 143 auf 477 im Jahr 2018 gestiegen ist. Gleichzeitig stieg das Umsatzvolumen, welches im Jahre 1994 6,5 Millionen Euro betrug und jetzt mit einer Bilanz von 17.1 Millionen Euro abschließt.

                                                Entwicklung der sozialen Tätigkeiten

In den vergangenen Jahrzehnten kamen beim DRK verschiedene soziale Tätigkeiten hinzu. So gibt es beispielsweise schon seit 1980 den Menü-Service. Auch Fahrdienste und Behindertenfahrdienste werden schon seitdem angeboten. Im Jahr 1988 kam der Haus-Notruf-Service dazu, der kontinuierlich stieg. Waren es 1994 noch 84, so wird dieser Service heute von rund 1.729 Haushalten genutzt. Im gleichen Jahr fand die Eröffnung des Seniorenzentrums Sonnenhof und der Tagesrettungswache in Bad Marienberg statt. Im gleichen Jahr wurde auch eine Seniorentanzgruppe gegründet. Drei Jahre später wurde das Kurzzeitpflegeheim Bornwiese in Bad Marienberg eröffnet. Im Jahr 1995 wurde die DRK Sozialstation eröffnet und das DRK Seniorenzentrum Sonnenhof auf 77 Wohn- und Pflegeplätze erweitert. Seit 1996 gibt es das Betreute Wohnen in der DRK Seniorenresidenz Bornwiese in Bad Marienberg. Ein Jahr später wurde die DRK Service GmbH zur Erbringung wirtschaftlicher Tätigkeitfelder gegründet. Im Jahr 1998 fanden Übernahme und Erweiterung des Altenpflegeheims Schlossblick mit Betreutem Wohnen in Westerburg statt. Im Jahr 1999 wurde die Inbetriebnahme des DRK Seniorenzentrums Am Merzenborn in Wirges mit 60 Pflegeplätzen, 30 Wohnungen im Bereich des ‚Betreuten Wohnens‘ gefeiert. Im Jahr 2006 war die Inbetriebnahme des DRK Seniorenwohnparks Am Rothenberg in Hachenburg. Ein Jahr später fand die Übernahme eines weiteren ambulanten Pflegedienstes statt und die ambulanten Leistungen auf die VGs Rennerod und Westerburg erweitert. In Rennerod wurde eine Service- und Beratungsstelle eröffnet. Im 2009 fand die Übernahme des privaten Pflegeheims Am Stadtwald in Bad Marienberg statt und im Jahr 2010 die Erweiterung des DRK Seniorenwohnparks Schlossblick Westerburg. Auch in den nächsten Jahren gab es immer wieder ein Grund zum Feiern. Im Jahr 2011 fand die Übernahme der Dienstleitungen in der Seniorenresidenz Casa Conviva in Hachenburg statt und 2012 wurde der Seniorenwohnpark Am Rothenberg Hachenburg um 28 Wohnplätze und 7 Wohnungen des Betreuten Wohnens erweitert. 2015 wurden Breitenausbildung und Schulsanitätsdienst ausgebaut. Eine Herausforderung war es auch, zwei Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtungen einzurichten und zu betreiben.

2016 wurde Umbau des DRK Haus Bornwiese in eine Betreute Wohnanlage abgeschlossen. Doch damit sind noch lange nicht alle gesteckten Ziele erreicht. In diesem Jahr soll die Inbetriebnahme einer Tagespflegeeinrichtung in Wirges stattfinden. Ab Dezember 2018 ist die Übernahme der Betreuung einer weiteren Betreuten Wohnanlage in Wirges geplant. Derzeit laufen die Planungen für den Anbau der Kreisgeschäftsstelle in der Langenhahner Straße in Westerburg, dessen Bauabschluss im nächsten Jahr erfolgen soll.

                                                                       Idealverein

15 Ortsvereine betreiben zusammen mit dem Kreisverband ehrenamtliche aktive DRK

Dienste. Dazu zählt der Bereitschaftsdienst mit Katastrophenschutz, Schnelleinsatzgruppe, Sanitätsdienst, Bereitstellung von Einsatzfahrzeugen und -Material, die Ausbildung von Helfern sowie die Blutspende. Ein weiterer Baustein ist der Betreuungs- und Verpflegungszug, der für Massenverpflegung im Katastrophenfall und psychosoziale Notfallversorgung sorgt. Wie in jedem Verein, so liegt auch dem DRK die Nachwuchsarbeit am Herzen. Zu den Aufgaben des Jugendrotkreuzes gehören Nachwuchsförderung, sozialpolitische Interessenbildung und der Schulsanitätsdienst. Wer in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit tätig ist, der kümmert sich um ehrenamtliche Sozialarbeit für Jugend, Familie, Senioren, Inklusion, Integration. Eine weitere Aufgabe ist die Kleidersammlung.

Inzwischen ist das Deutsche Rote Kreuz im Westerwald mit etwa 1.500 hauptamtlichen Mitarbeitern sowohl im Kreisverband Westerwald, als auch in der DRK-Rettungsdienst GmbH, im DRK Krankenhaus Hachenburg und in der sozialen Familienarbeit der HaJuFa des DRK Landesverbandes einer der größten Arbeitgeber im Westerwaldkreis. Zusätzlich werden die hauptamtlichen Mitarbeiter durch enormes ehrenamtliches Engagement in allen Aufgabenbereichen des DRK unterstützt. Sei es durch feste DRK-Helfer im Sanitäts- und Katastrophenschutz oder kooperative Helfer ohne feste Bindung zum Verband, beispielsweise im Bereich von Besuchsdiensten, Hilfe bei der Blutspende oder der Kleidersammlung.

                                                           Die gesteckten Ziele

Der Kreisverband Westerwald möchte seine ideellen Aufgaben im Bereich des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes auch weiterhin gewährleisten, damit das DRK im Notfall immer in der gewohnten Zuverlässigkeit zur Verfügung stehen kann. Dazu besteht der dringende Bedarf an ehrenamtlichen aber auch hauptamtlichen Nachwuchskräften im aktiven DRK-Dienst. „Diesen Bedarf zu decken, wird eines der Hauptziele und Hauptaufgaben der kommenden Jahre sein“, so Kreisgeschäftsführer Olaf Reineck.

Der Ausbau der sozialen Angebote gegenüber der Bevölkerung wurde als ein Hauptaufgabenfeld der bundesweiten DRK-Arbeit definiert und diese gelte es, im Westerwald weiter umzusetzen. Dazu wurde die Gemeinschaft „Wohlfahrts- und Sozialarbeit“ im Kreisverband aber auch in nahezu allen DRK-Ortsvereinen gegründet. Diese Gemeinschaft wird den allgemeinen Bedarf an sozialen Hilfsangeboten erfassen, Maßnahmen entwickeln und dementsprechende Angebote unterbreiten. „Wir wollen unseren Mitarbeitern ein guter, sozialer und langfristig sicherer Arbeitgeber sein“, berichtet Reineck weiter.

                                               Dank für die geleistete Arbeit

„Der DRK Kreisverband Westerwald möchte die Gelegenheit nutzen, allen Beteiligten für die geleistete Arbeit in den vergangenen 25 Jahren zu danken“, hebt Achim Schwickert hervor. Der Dank von Vorstand und Geschäftsführer gilt den Vereinsmitgliedern als Unterstützer der ehrenamtlichen Arbeit, allen Spendern und kooperativen Unterstützern,  den vielen ehrenamtlichen aktiven Rotkreuzhelfern und Jugendrotkreuzlern, den Vorständen und Arbeitskreismitgliedern sowie den hauptamtlichen Mitarbeitern. Ihr Dank gilt aber auch allen, die die Dienste des DRK-Kreisverbandes Westerwald in Anspruch genommen haben und nehmen und allen Wohlfahrtsverbänden im Westerwald. Nicht unerwähnt bleiben sollen die Kreisverwaltung und die Orts- und Verbandsgemeinden, für deren gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren. (Text: Ulrike Preis)

19. April 2018 16:23 Uhr. Alter: 2 Jahre